Das Tal Screenshot

Kickstarter von Das Tal gescheitert – PvP am Ende?

Die Kickstarter-Kampagne des PvP-RPGs Das Tal ist gescheitert.

Das deutsche Entwicklerstudio will sich nun nach alternativen Möglichkeiten umsehen, die Finanzierung des MMORPGs zu stemmen. Doch der gescheiterte Kickstarter hat eine Aussage.

Das Tal legte den Fokus voll auf PvP, Hardcore-PvP um genau zu sein. Offenes PvP, Full Loot, Player Killing… Damit wollte man sich an die Spieler richten, die in so gut wie jedem MMORPG nach genau diesen Features rufen. Dies erweckt den Eindruck, dass es eine sehr große Nachfrage nach diesen Elementen gibt. Doch das Scheitern der Kickstarter-Kampagne von Das Tal spricht eine andere Sprache. Die Entwickler wollten 50.000 Euro haben, was für ein MMORPG eine sehr geringe Summe ist. Dennoch konnte sie nicht eingenommen werden. Gibt es also doch keine so große Nachfrage nach Hardcore-PvP?

Hardcore-PvP richtet sich an eine Nische. An eine vergleichsweise kleine Gruppe an Gamern, die eine große Herausforderung wünschen, welche das Gefühl lieben, sich ständig in Gefahr zu befinden und jederzeit angegriffen werden zu können und dabei vielleicht alles, was sie sich erarbeitet haben, zu verlieren. Dies spricht aber nicht den Massenmarkt an. Die Masse bevorzugt schnelle Erfolgserlebnisse, weswegen auch kurze Spiele wie MOBAs und Mobile Games so erfolgreich sind. Tagelang in einem Spiel zu „ackern“, nur um dann plötzlich auf offener Straße angegriffen zu werden und alles zu verlieren, entspricht nicht diesem Gedanken. Deswegen macht es für viele Entwickler auch keinen Sinn, derartige Hardcore-Elemente in ein MMORPG einzubauen. Und wie der gescheiterte Kickstarter von Das Tal zeigt, sind sie damit auch auf der sicheren Seite. Denn ein Spiel mit Hardcore-PvP-Features zu entwickeln, ist offenbar ein nicht geringes Risiko.

Bei Das Tal kam außerdem noch hinzu, dass es sich um eine deutsche Kickstarter-Kampagne handelt und viele Spieler aus anderen Ländern aufgrund der Euro-Währung davor zurückscheuen, Geld zu geben.

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1 comment

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  1. Thomas 29 September, 2015 at 10:40 Antworten

    Letztendlich bleibt Crowdfunding eine tolle Finanzierungsalternative, die genutzt werden sollte. Auch wenn ein Projekt scheitert, heißt es noch lange nicht, dass es immer so der Fall ist. In der Vergangenheit konnten schon tolle Projekte durch Crowdfunding umgesetzt werden.

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